Medienmitteilungen

Die PH-VS gewinnt in der nationalen und internationalen Forschung zunehmend an Bedeutung. Zoe Moody, (PhD) Professorin an der PH-VS, wurde an der ECER (European Educational Research Conference) 2021 zur Vizepräsidentin des Rates der Schweizerischen Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF) gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Bernard Wentzel, ebenfalls Mitarbeiter der PH-VS, an.

zoeZoe Moody ist eine äusserst aktive Forscherin auf nationaler und internationaler Ebene. Sie ist an zahlreichen Veröffentlichungen (französische Redakteurin der Schweizerischen Zeitschrift für Erziehungswissenschaften, Herausgeberin von Büchern usw.) und Fachbeiträgen beteiligt, insbesondere für das Journal of Early Childhood Education Research, das Child Welfare Journal, die Zeitschrift Childhood a global journal of child research und PROSPECTS: Quarterly Review of Comparative Education. Sie engagiert sich auch in internationalen Forschungsnetzwerken (Vizepräsidentin des ECER-Netzwerks "Research on Children's rights in education", Mitglied der International Association for Intercultural Research) und bei der Organisation internationaler Konferenzen wie ECER und l'Actualité de la Recherche en Education et en Formation (AREF).

Zoe Moody ist Professorin an der Pädagogischen Hochschule Wallis und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Inter- und Transdisziplinarität des «Centre interfacultaire en droits de l'enfant (CIDE)» an der Universität Genf. Ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit konzentriert sich auf Kinderrechte und Bildung, Zusammenleben und Vielfalt in der Schule, Diskriminierung und Mobbing in der Schule (school bullying) sowie auf partizipative Forschung mit Kindern. Neben ihrer nationalen und internationalen Forschung entwickelt Zoe Moody auch Aktionsforschungsprojekte (Konzeptualisierung und Evaluation) zum Thema "Zusammenleben" und Bekämpfung von Mobbing an Schulen in der Westschweiz.

La HEP-VS et le CIDE/UNIGE s'engagent pour lutter contre le harcèlement entre pairs à l'école. Dès la rentrée prochaine, les enseignant·e·s et professionnel·le·s de l’éducation pourront suivre un nouveau CAS spécifique sur le harcèlement. Objectif : offrir une formation complète et des perspectives d'action adaptables aux spécificités des terrains des professionnel·le·s confronté·e·s à la problématique du harcèlement entre élèves.

Zoom cour ecole signature carreLa Haute école pédagogique du Valais (HEP-VS), en collaboration avec le Centre interfacultaire en Droits de l’enfant (CIDE) de l’Université de Genève (UNIGE), offre un CAS Harcèlement (Certificat de formation continue en « études interdisciplinaires du harcèlement entre pairs » – 10 ECTS) dès la rentrée académique 2021. Ce programme original articule des apports issus de disciplines et courants variés et complémentaires.

Les objectifs visés sont multiples. Il s’agit d’acquérir des connaissances et des compétences interdisciplinaires dans le domaine du harcèlement entre pairs; mettre en lien la problématique du harcèlement entre pairs avec les enjeux plus larges des droits de l’enfant et du « vivre ensemble » en milieux scolaire, social, culturel et sanitaire; développer une approche réflexive sur les pratiques professionnelles visant à favoriser un cadre propice aux apprentissages et au développement des enfants et des jeunes, à leur bien-être et à celui des professionnel·le·s qui les accompagnent. Selon une étude de la HEP-VS rendue publique cet automne, le harcèlement physique a diminué. Pourtant, les formes de harcèlement indirect, où il n’y a pas de contact physique ont augmenté. Ces formes sont les plus difficiles à détecter pour les enseignant·e·s.

Ce CAS s’adresse aux enseignant·e·s du primaire et du secondaire I et II, éducateur·trice·s de la petite enfance et de l’enfance, médiateur·trice·s scolaires et/ou interculturel·le·s, membres de direction des établissements scolaires, responsables d’équipe pédagogique et/ou de projet pédagogique, de psychologues et/ou de conseiller·ère·s en orientation, formateur·trice·s d’adultes et de tout·e jeune diplômé·e souhaitant acquérir une expertise dans les domaines des violences entre pairs, des droits de l’enfant et du « vivre ensemble ».

Ce CAS a vu le jour grâce à la professeure Zoe Moody (HEP-VS) qui assure la co-direction du CAS. Elle travaille main dans la main avec Frédéric Darbellay, professeur associé, responsable de la Cellule Interet Transdisciplinarité et directeur adjoint du Centre interfacultaire en Droits de l'enfant (CIDE) à l'Université de Genève. Tina Stahel, chargée d'enseignement à la HEP-VS gère la coordination du CAS en collaboration avec Roberta Ruggiero, coordinatrice de la formation continue universitaire du CIDE à l'Université de Genève.

Infos et inscriptions : http://www.hepvs.ch/formations-postgrades/cas-harcelement

Infos et contact : Zoe Moody : +41 78 689 20 44

On peut travailler presque toutes les matières avec un robot et cela présente de nombreux avantages !

Une classe de Leytron accueille Thymio durant toute l’année scolaire. Ce projet en robotique éducative d’envergure nationale est piloté en Valais par deux professeurs de la Haute école pédagogique du Valais (HEP-VS). L’idée : atteindre les objectifs académiques en familiarisant les élèves aux technologies digitales. Prochain rendez-vous autour de Thymio: le 5 février à Leytron.

Guillaume Tschupp, chargé d'enseignement MITIC/ICT à la HEP-VS, et les écoliers de Leytron sont à votre disposition pour vous faire découvrir ce nouveau projet.

Thymio 2

Le Matin.ch est venu faire un reportage dans une classe de Leytron

Communiqué pour les médias

Wie jedes Jahr übergibt die Pädagogische Hochschule Wallis (PH-VS) im Herbst die wohlverdienten Diplome an die Absolventinnen und Absolventen der verschiedenen Studiengänge. Die aktuelle Lage ermöglichte es nicht, eine Diplomfeier in Präsenz zu veranstalten, weshalb die 188 Diplomierten dieses Jahr ihre Zertifikate zusammen mit einem kleinen Präsent auf dem Postweg erhielten.

Wie bereits in den letzten Jahren scheint das Interesse am Lehrberuf zu steigen. Erneut wurde die Anzahl der Diplome und Zertifikate aus dem Vorjahr überschritten. In den Studiengängen der Primar- und Sekundarstufen wurden 90 Lehrdiplome vergeben (Der Abschluss des Masters Schulische Heilpädagogik erfolgt 2021). Die diversen Zusatzausbildungen absolvierten 98 Personen.

In diesem Jahr senden die Direktion und die Studiengangsleitungen das Gratulationswort noch mehr als sonst mit grosser Dankbarkeit und Stolz. Die Studierenden haben in der aktuell ausserordentlichen Zeit ein hohes Mass an Flexibilität und Kreativität bewiesen und dabei stets ihren Kurs gehalten und die Herausforderungen mit Bravour gemeistert. Nebst den Diplomen erhielten die Absolventinnen und Absolventen zusätzlich ein kleines Präsent.

Angesichts des Mangels an Lehrpersonen auf verschiedenen Stufen ist die PH-VS erfreut, dass nun neue, kompetente Fachpersonen ihre Kenntnisse aus der theoretischen und berufspraktischen Ausbildung im Berufsfeld einbringen können, sei es als Klassen- oder Fachlehrperson oder als Begleitung von gegenwärtigen und künftigen PH-VS-Studierenden. Der Staatsrat Christophe Darbellay erwähnt demgemäss, dass der Kanton sich auf die Lehrpersonen "abstützen kann, damit die Walliser Schule eine der besten in der Schweiz bleiben kann." Diese und weitere Gratulations- und Grussworte richtet der Vorsteher des Departements in einer Videobotschaft an die Diplomandinnen und Diplomanden.

 

Liste der Diplomandinnen und Diplomanden
Liste der Oberwalliser Diplomandinnen und Diplomanden

 

(Quelle: vs.ch) Alle Schülerinnen und Schüler, Studierenden und Lernenden machen sich ab dem 17. August 2020 wieder auf den Schulweg. Das Schuljahr beginnt mit ganzen Klassen gemäss dem üblichen Stundenplan. Spezifische Schutzpläne für jede Stufe sollen einen qualitativen Unterricht unter Einhaltung der Hygienevorschriften ermöglichen. In diesem neuen Schuljahr werden zudem innovative Projekte, vor allem in der Informatik, weiterentwickelt.

Der Schulbeginn 2020-21 findet möglichst normal unter Einhaltung der Hygienevorschriften statt: ganze Schulklassen, Präsenzunterricht, Einhaltung von Hygieneverhalten und -regeln. Für jede Stufe wurden spezifische Schutzpläne erstellt. Die Schutzmassnahmen der Walliser Schule beinhalten die Maskentragpflicht für Mitarbeitende in Gemeinschaftsbereichen wie Gängen, Arbeitsbereichen und Lehrerzimmern. Während dem Unterricht im Schulzimmer müssen die Lehrpersonen keine Maske tragen. Die Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schulzeit müssen keine Maske tragen. Studierende der Mittel- und Berufsfachschulen müssen hingegen während dem Unterricht und in allen Gemeinschaftsbereichen eine Maske tragen.

Die Herausforderungen des Schulbeginns 2020-21 sind reichhaltig und vielfältig. Die Bedürfnisse des Fernunterrichts haben die Einrichtung digitaler Tools beschleunigt. Diese werden nun allgemein in der gesamten obligatorischen Schule und den Mittel- und Berufsfachschulen verbreitet eingesetzt. Das Departement für Volkswirtschaft und Bildung (DVB) hat ein spezifisches digitales Arbeitsumfeld geschaffen, das rund um die Identität der Walliser Schule aufgebaut wurde und je nach Benutzer den Zugang zu den verschiedenen Produktions-, Kommunikations- und Zusammenarbeitstools erteilt (Office-Paket, berufliche Mailbox, Speicherplätze und Co-Working, Videokonferenz, ...). Dieses Umfeld bietet moderne und bedürfnisorientierte Tools für die Herausforderungen des digitalen Unterrichts und entspricht zudem den Bedürfnissen eines allgemeinen Fernunterrichts, sollte es die Situation erfordern. Die Informatik wird auch auf der allgemeinbildenden Sekundarstufe II verstärkt und ist nunmehr ab dem zweiten Jahr des Kollegiums Pflichtfach.

In der obligatorischen Schule nahmen die Lehrpersonen, gestärkt durch die Erfahrung und die erworbenen Fähigkeiten während des Lockdowns, an Fernfortbildungen teil, die unter anderem die Einführung neuer Lehrmittel ermöglichten. In Zusammenarbeit mit der pädagogischen Hochschule Wallis werden spezifische Ausbildungsgänge für Fachberater, Lehrpersonen des 1. Zyklus (1H - 4H) und Stellvertretungen angeboten, die nicht über die gesamte pädagogische Ausbildung verfügen.

Bezüglich der Umsetzung des modularen Lehrgangs «Medien und Informatik» im Rahmen des Lehrplans 21 hat die Fortbildung der Lehrpersonen des 1. und 2. Zyklus bereits begonnen und alle Lehrpersonen werden ihre Fortbildung Ende des Schuljahres 2020-21 abgeschlossen haben. Für den 3. Zyklus und die Bewilligung für den Informatikunterricht lanciert die PH-VS während dem Schuljahr ein CAS (Certicate of Advances Studies) und die Fortbildung aller Lehrpersonen dieses Zyklus beginnt. Das Unterwallis wird dieses Fortbildungsmodell, das sich bewiesen hat, übernehmen.

Die Walliser Schule führt die Weiterentwicklung ihrer Infrastrukturen der allgemeinen Mittel- und Berufsfachschulen namentlich mit dem Bau eines neuen Kollegiums in Sitten oder der Renovierung der Kollegien «Les Creusets» in Sitten und «Spiritus Sanctus» in Brig fort. Das institutionelle Anerkennungsverfahren der PH-VS, das wegen der Coronakrise verzögert wurde, muss ebenfalls fortgesetzt werden. Des Weiteren werden sechs Velobuslinien eröffnet. Einführungen ins Velofahren und Lehrmaterial werden an den Schulen angeboten.

Die berufsbildende Sekundarstufe II hat im Unterwallis eine Unterstützungsstruktur für Jugendliche eingerichtet, die keinen Lehrvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb haben oder deren Vertrag während ihrer Ausbildung aufgelöst wurde und die den Unterricht an der Berufsfachschule besuchen. Eine ähnliche Struktur gibt es im Oberwallis bereits seit vielen Jahren mit sehr guten Ergebnissen. Mit der Installation zweier Mini-Fabriken 4.0 im Ausbildungszentrum für industrielle Technologie (CFTI) in Chippis und an der technischen Berufsfachschule (EPTM) in Sitten werden neue Lehrmittel für Lernende zur Verfügung gestellt. Die Renovierung der Schulwerkstätten der Berufsfachschule für Handel und Handwerk (EPCA) in Sitten wird in den kommenden zwei Jahren fortgesetzt und sollte für den Schulbeginn 2022 abgeschlossen sein. Der Bau eines neuen Gebäudes am Standort Visp der Berufsfachschule Oberwallis (BFO) als Ersatz für das Gebäude B verläuft gemäss Plan.

Auf der berufsbildenden Sekundarstufe II wird der Zweisprachigkeit durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Büro für Sprachaustausch (BSA) und den bezeichneten Lehrpersonen an den Berufsfachschulen ein neuer Impuls gegeben. So können fünf spezifische Programme während und nach der Lehre angeboten werden.

Das DVB setzt alles daran, damit dieser Schulbeginn unter guten Bedingungen stattfinden kann, die einen qualitativen Unterricht in einem sicheren und innovativen Umfeld ermöglichen.

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Der Staatsrat ernannte Fabio Di Giacomo und Peter Summermatter an die Spitze der Pädagogischen Hochschule Wallis (PH-VS). Diese Co-Direktion ad interim hat den Auftrag, die Verfahrensabläufe für die institutionelle Akkreditierung, die Aufgleisung des neuen Gesetzes über die PH-VS und seiner Verordnungen sowie die Erneuerung der Anerkennungen der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) erfolgreich durchzuführen. Der aktuelle Direktor, Patrice Clivaz, der am 30. September 2020 in Rente geht, wird bis zu seinem Weggang den Chef der Dienststelle für Unterrichtswesen beim Aufbau schulischer Projekte in Zusammenhang mit sportlichen Grossanlässen und für kantonsüberschreitende Missionen unterstützen.

2020 markiert für die PH-VS den tatsächlichen Beginn des institutionellen Akkreditierungsverfahrens. Dieser Vorgang betreffend das Qualitätssicherungssystem der Schule endet im Frühling 2021. Parallel zur Akkreditierung muss die PH-VS die Erneuerung der Anerkennungen der EDK für verschiedene Ausbildungsgänge vorbereiten.

Dieser Terminkalender muss während der ganzen Phase des Gutachtens kohärent mit dem gleichen Team geführt werden. Da der aktuelle Direktor, Patrice Clivaz, auf den 30. September 2020 in Rente geht, kann er diese wichtigen Dossiers nicht zu Ende führen. Der Staatsrat hat deshalb die aktuellen Adjunkte, Fabio Di Giacomo und Peter Summermatter, die bereits in die Dossiers miteingebunden sind, damit beauftragt, ab dem 1. Februar 2020 das Akkreditierungsverfahren erfolgreich zu Ende zu führen. Gemeinsam werden sie die Co-Direktion ad interim der PH-VS sicherstellen.

Patrice Clivaz verstand es seit 2005, der PH-VS Stabilität und Kontinuität zu geben, um aus ihr ein unumgängliches Element der Walliser Bildung zu machen. Er wird bis zu seiner Pensionierung den Chef der Dienststelle für Unterrichtswesen beim Aufbau schulischer Projekte in Zusammenhang mit sportlichen Grossanlässen wie der Patrouille des Jeunes oder den UCI-Strassen-Weltmeisterschaften 2020 sowie für kantonsübergreifende Missionen unterstützen.

Das Departement für Volkswirtschaft und Bildung (DVB) wird die Stelle für die neue Direktion Ende 2020 ausschreiben.

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Communiqué zur Thematik « Lehrpersonenmangel und Videokonferenzen »

In mehreren Schweizer Kantonen besteht ein akuter Lehrpersonenmangel im Fach Französisch. Die IT-Firma Cisco versucht im Rahmen eines Pilotprojekts diese Lücke mittels Videokonferenzen zu schliessen.

Die Pädagogische Hochschule Wallis (PH Wallis) begrüsst Innovation, Entwicklung und Forschung im Bildungswesen. Bei gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen und Chancen im Praxisfeld sind alternative Lösungen zu testen bzw. zu erproben. An der PH Wallis steht dafür bspw. exemplarisch der Roboter «Distanzia», welcher es Schülerinnen und Schülern, welche aus krankheitsbedingten Gründen zuhause bleiben müssen, erlaubt, mithilfe eines Monitors auf Rädern am Unterricht teilzunehmen.

Bei derartigen Einsätzen technischer Mittel ist jedoch nicht zu vergessen, dass der direkte Kontakt vor Ort (noch) nicht 1:1 ersetzt werden kann. In der Bildungsforschung ist man sich einig darüber, dass die Beziehung zwischen Lehrpersonen und Lernenden sowie die individuelle Unterstützung durch bspw. Feedbackgespräche oder dem Aufzeigen von Lernstrategien essentiell für das Lernen der Schülerinnen und Schüler ist. Deshalb sind Medien grundsätzlich immer als Hilfsmittel zu verstehen und nicht als Ersatz für die Lehrperson.

Aus pädagogisch-didaktischer Sicht schaut die PH Wallis gespannt auf die Forschungsergebnisse im Rahmen des Cisco-Projektes, denn folgende Fragen stehen dabei u. a. sicherlich im Raum:

  • Sind Videokonferenzen, geführt durch Fachlehrpersonen, wirksamer für das Lernen der Schülerinnen und Schüler als der – wie in einigen Kantonen praktizierte – Unterricht durch fachfremde Lehrpersonen?
  • Kann die individuelle Begleitung von Lernenden durch Videokonferenzen gewährleistet werden und beabsichtigt Cisco zusätzliche Elemente, die diesem Aspekt des Unterrichts gerecht werden?
  • Werden die Videokonferenzen durch andere Medien bzw. weiteres Unterrichtsmaterial ergänzt? Wenn nicht, hat das einen Einfluss auf das Lernen der Schülerinnen und Schüler? Wenn doch, wie werden diese in die Videokonferenzen integriert?
  • Wie gestaltet sich das Klassenklima bei den Videokonferenzen?
  • Besteht trotz einer Übertragung mittels Videokonferenzen genügend aktive Lernzeit seitens der Lernenden?
  • ...

In den letzten Wochen wurde in den Lokalmedien immer wieder der Lehrermangel thematisiert. Dies dürfte ein Grund sein für das grosse Interesse am Lehrberuf. Am gestrigen Abend fand an der Pädagogischen Hochschule Wallis in Brig für Interessierte die Infoveranstaltung zum Bachelorstudiengang «Primarstufe» statt. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen rund doppelt so viele Personen an der Infoveranstaltung teil.

An der Pädagogischen Hochschule Wallis in Brig kann nebst anderen Studiengängen ein Bachelor of Arts in Pre-Primary and Primary Education erlangt werden. Diese Ausbildung dauert drei Jahre und berechtigt die Studierenden, an den beiden ersten Zyklen (1H-8H) zu unterrichten und sich in den Fachdidaktiken in einem dieser Zyklen zu spezialisieren. Dabei wird während der Ausbildung auf einen intensiven Theorie-Praxis-Bezug Wert gelegt. Die Studierenden sollen theoretisches Wissen in den Praktika anwenden und sich so optimal auf den Lehrer- und Lehrerinnenberuf vorbereiten. Ein grosses Plus der PH Wallis ist die Zweisprachigkeit. Diese wird dadurch gefördert, dass ein Teil der Ausbildung im französischsprachigen Kantonsteil in St. Maurice absolviert wird. Nach der Ausbildung sind die ausgebildeten Lehrpersonen berechtigt, in der ganzen Schweiz zu unterrichten.

Verwaltungsgebaude

Ein Schultrakt und das Verwaltungsgebäude der PH Wallis in Brig

Konzept Partnerschulen an der Pädagogischen Hochschule Wallis

Seit dem Schuljahresbeginn 2019/2020 sind 5. Semester-Studierende der Pädagogischen Hochschule Wallis (PH VS) an Oberwalliser Schulen als «Lehrpersonen in Ausbildung» tätig. Die PH VS setzt damit ein schon länger geplantes Projekt um, welches zum Ziel hat, Studierende im dritten Studienjahr durch eine enge Verbindung von berufspraktischer und theoretischer Ausbildung optimal auf die Tätigkeit als Lehrperson vorzubereiten. Dazu sollen die Studierenden die Möglichkeit erhalten, in den Lehrberuf mit all seinen Facetten einzusteigen. Parallel finden Ausbildungsblöcke sowie Planungs- und Reflexionsseminare an der PH VS statt.

Lehrpersonen werden nicht kompetent durch das Wiedergeben oder regelhafte Anwenden von theoretischem Wissen. Vielmehr steht das Können mit und durch Praxissituationen und wissenschaftlichem Wissen im Vordergrund. Die Auseinandersetzung mit der Praxis, bei der die Theorie Orientierung und Reflexion ermöglicht, führt zu selbständigem Aufbau von Lehrkompetenz. Will man diese Lehrkompetenz ernst nehmen und individuelle Kompetenzprofile der Studierenden ermöglichen, dann kann eine Ausbildung nicht normiert und für alle in gleichem Masse vonstattengehen. Der gewünschte Selbstlernprozess benötigt in der Lehrpersonenausbildung offene Strukturen, Wahl- und Handlungsfreiräume und eine enge Zusammenarbeit von an der theoretischen und praktischen Ausbildung beteiligten Personen. Dabei ist zu vermeiden, dass die Studierenden – wie oftmals bei Hochschulen kritisiert – in zwei separierten Welten (Wissenschaft – Praxis) Lernerfahrungen machen. Hier setzt die Pädagogische Hochschule Wallis mit dem Konzept Partnerschulen an.

Die Realisierung des Konzepts Partnerschulen

Die Studierenden im letzten Studienjahr füllen ab August 2019 durch das Konzept Partnerschulen nicht mehr die Doppelrolle «Studierende/r» und «Praktikant/in» aus, sondern sind nun als «Lehrpersonen in Ausbildung» zu bezeichnen. Sie sind von Beginn an in den gesamten Schulbetrieb einer Oberwalliser Schule involviert und übernehmen Verantwortung. Dabei werden sie von ausgebildeten Praktikumslehrpersonen und dem Schulteam vor Ort unterstützt. Dozierende und die Pädagogische Fachberatung der PH VS arbeiten an der PH und vor Ort mit den Lehrpersonen in Ausbildung und den Praktikumslehrpersonen sowie dem Schulteam zusammen. Je zwei Lehrpersonen in Ausbildung bilden Unterrichtsteams, die den Unterricht gemeinsam vorbereiten und durchführen. Dabei wird von zwei sogenannten Lehr-Lernfeldern ausgegangen. Im Lehr-Lernfeld Hochschule wird das Theorieangebot für den Lehrberuf und damit auch für das Handeln in der Praxis bereitgestellt. Das Lehr-Lernfeld Schule umfasst alle Akteure und Tätigkeiten in der Schule. Diese beiden Lehr-Lernfelder spielen im Konzept Partnerschulen eng zusammen. Herausforderungen oder Fragestellungen des Schulalltags können bspw. direkt in Seminaren oder Onlinekursen an der PH mit anderen Lehrpersonen in Ausbildung und Dozierenden diskutiert werden. Umgekehrt kann eine spannende Theorie in der Partnerschule ausprobiert und in Rücksprache mit Praktikumslehrpersonen, Tandempartnerinnen, Mentoren der PH oder auch der Pädagogischen Fachberatung adaptiert werden. Durch diesen stetigen Austausch entsteht das erwünschte individuelle Kompetenzprofil und Wissenschaft und Praxis gehen authentisch und sinnvoll zusammen.

Organisation des Studienjahres

Es versteht sich von selbst, dass dieses Konzept einige organisatorische Änderungen und Neuerungen mit sich bringt. Fanden bis anhin die Praktika des dritten Studienjahres in Blöcken statt, dauert nun die berufspraktische Ausbildung während des gesamten Schuljahres an. Die zwei Lehrpersonen in Ausbildung, welche für eine Klasse verantwortlich sind, können ohne Unterbruch bzw. Stellvertretungen die Klasse im Schuljahr 2019/2020 führen. Planungs- und Reflexionsseminare sowie andere Veranstaltungen an der PH VS werden während einzelnen Tagen in den Schulferien oder an schulfreien (Halb-)Tagen von beiden Lehrpersonen in Ausbildung besucht. Während wichtigen Schuljahresperioden wie bspw. dem Schulbeginn, den Elterngesprächen oder dem Semester- und Schulschluss unterrichten die Lehrpersonen in Ausbildung in Blöcken bis zu fünf Wochen gemeinsam die Klasse. An den Lehrveranstaltungen der PH VS nimmt jeweils alternierend eine Person des Tandems teil, während die andere Person die Klasse unterrichtet.

Ein vielversprechendes Pilotprojekt

Die bisher ausschliesslich positiven Rückmeldungen deuten darauf hin, dass das Konzept ein Erfolg wird und ergänzend mit zwei weiteren Teilprojekten der PH VS (Reorganisation des 1. und 2. Studienjahres sowie die bessere Angliederung der Weiterbildung an die Grundausbildung) zu einem Standardmodell der PH VS wird. Das Projekt dient nicht nur der Stärkung der Lehrpersonen in Ausbildung für eine optimale Vorbereitung als Berufsbeginner/-innen, sondern ermöglicht allen an der Ausbildung Beteiligten die Realisierung neuartiger Ausbildungsmodelle und eine noch engere Zusammenarbeit. Darüber hinaus profitieren Schülerinnen und Schüler sowie Schulen vom Co-Teaching und etwaiger Schulentwicklung.

Das Westschweizer Fernsehen berichtete kürzlich zweimal aus Zermatt über den Schuljahresbeginn von zwei französischsprachigen Studentinnen der Pädagogischen Hochschule Wallis (PH-VS), die aufgrund eines lokalen Lehrermangels vor dem Ende ihres Studiums eingestellt wurden. Die Nachfrage nach Lehrpersonen steigt. Während die PH-VS im Vorjahr 144 Diplome verteilte, erhielten 2019 172 Personen einen Bachelor- oder Masterabschluss, was einer Steigerung von 19% entspricht. Als Hochschule muss die PH-VS ihren Mittelbau und den akademischen Nachwuchs weiterentwickeln. In seiner Rede begrüsste Direktor Patrice Clivaz deshalb die Teilnahme von 5 Walliserinnen am Masterstudiengang Fachdidaktik, welcher von der PH-VS gemeinsam mit anderen Hochschulen der Westschweiz getragen und durchgeführt wird. Christophe Darbellay gratulierte den Diplomierten und zeigte sich zuversichtlich für die institutionelle Akkreditierung.

étudiants primés

Artikel Walliser Bote

Augmented Reality (kurz AR) erweitert die reale Welt um virtuelle Elemente. Dank der Verbreitung von Smartphones und Tablets kommt die AR-Technik nun auch im Bildungsbereich zum Einsatz. Die Pädagogische Hochschule Wallis (PH-VS) lud deshalb am Freitag, 22. Februar Fachleute aus dem In- und Ausland nach Brig ein, um konkrete AR-Projekte vorzustellen und zu diskutieren. Es zeigt sich, dass diese Technik für das Lehren und Lernen von grosser Bedeutung werden kann.

realite augmentee

Artikel Walliser Bote

Artikel Lokalmedien AR treffen